MATERIALIEN ZU EINER KULTURANTHROPOLOGIE NEUEN ZUSCHNITTS

texture

Ankündigung #13

Liebe Freund*innen,
etwas verspätet hier nun die Ankündigung für die ersten Veranstaltungen im Februar und ein Ausblick auf März.
texture’s living room:
The Ecological Hypothesis
part of the transmediale Vorspiel

10.02.2019 // 12:00 - 18:00 Uhr // Manteuffelstraße 20, 10997 Berlin
Holger Kuhn & Jakob Claus
Derivative Logiken (III)

25.02.2019 // 19:00 Uhr // Manteuffelstraße 20, 10997 Berlin
Vorschau
History and Time in the context of the Gaia hypothesis
Thinking Together - MaerzMusik 2019

27., 28. & 29.03.2019 // 10:00 - 14:00 Uhr // Haus der Berliner Festspiele
menschen formen Bibliothek 2017

menschen formen © 2018

Es handelt sich darum, zu wissen, mit welchen anderen Kräften die Kräfte im Menschen innerhalb dieser oder jener historischen Formation in Beziehung treten und welche Form aus dieser Kräfte-Zusammensetzung resultiert. Man kann bereits voraussehen, daß die Kräfte im Menschen nicht notwendig in die Bildung einer Menschen-Form [forme-Homme] eingehen, sondern sich auf andere Weise, in anderen Zusammensetzungen, in einer anderen Gestalt auftreten können... Damit der Mensch erscheinen oder hervortreten kann, ist es erforderlich, daß die Kräfte im Menschen in Beziehung treten zu ganz besonderen Kräften des Außen... Die Frage, die sich immer wieder neu stellt, lautet doch: wenn die Kräfte im Menschen eine Form nur bilden, indem sie in Beziehung zu neuen Kräften des Außen treten, mit welchen neuen Kräften werden sie sich jetzt einlassen, und welche neue Form kann hieraus entstehen...?

Gilles Deleuze: Foucault

MF jour fixe Februar

22.02. – 20:00-23:00
In der kommenden Sitzung werden Dana Jestel, Tobias Wieland und Martin Schmucker einen Überblick darüber geben, welche Tätigkeiten bei der Vorstandsarbeit anfallen und wie es um die Finanzen bestellt ist.

Im Anschluss widmen wir uns in einem neuen Format den 'epistemischen Grundlagen sozialkritischer Theoriebildung'.
Nach dem Auftakt durch Dr. Mirco Limpinsels Vortrag über den Organismustopos in der Architektur wird für die kommende Sitzung zu Hegel das zweite Kapitel der Wesenslogik der Wissenschaft der Logik von 1816 herangezogen (.pdf siehe unten), in der wichtige Begriffe immanenter und kritischer Theorie genannt werden. Thema der ausgewählten Passagen sind die Reflexionsbestimmungen. Das ist Hegels Übersetzung des Begriffs der Kategorien. Hegel differenziert die Reflexionsbestimmungen in Identität, Differenz, Verschiedenheit, Unterschied und Widerspruch. Das heißt, er analysiert die Reflexionsbestimmungen in ihrem Verhältnis zueinander und zeigt auf, dass ihnen in abstrakter Isolierung keine Wahrheit zukommt. Die bedeutendste Reflexionsbestimmung ist die des Widerspruchs. Hegel legt großen Wert darauf, dass der Widerspruch nicht wie bei Kant „in die subjektive Reflexion geschoben“ werden dürfe. Der Widerspruch ist real. Das ist der Grund, warum beispielsweise Marx im Kapital explizit an die Reflexionsbestimmungen anschließt. Wir sind mit den Reflexionsbestimmungen im methodischen Maschinenraum der Dialektik.

Tobias Wieland wird einen kurzen Diskussionsauftakt machen. Die Passage über die Reflexionsbestimmungen findet sich in der Suhrkamp-Version der Werke Hegels in Band 6, dort auf den Seiten 35-79.«
• Hegel_WdL2_Reflexionsbestimmungen –
Grundlegendes lässt sich der Einleitung entnehmen:
• Hegel_Phänomenologie_Einleitung –

NEUERSCHEINUNG
Bernd Ternes 'Technogene Nähe 1.3'

menschen formen © 2018


"Vorbemerkung

Dies ist der abschließende dritte Teilband des Einführungsbuches zur "technogenen Nähe", der sich nach den vorangehenden Ausrichtungen "Intensität durch Technik" sowie "Nähe durch Technik" nun der Frage widmet, wie Sozialität als Technik zu denken ist. Kern wird sein, die bekannte und umstrittene Denkfigur names "Techniker Mensch" auszuloten ob ihres sozioanthropologischen Bestandes. Dies wird wieder im Rahmen des Skizzierens passieren – gleich den vorangegangenen Versuchen – und diesmal weit schmaler ausführt denn sonst."

Bernd Ternes – Berlin 2018

(ein Leseexemplar befindet sich in der Bibliothek)


VERLAG SINE CAUSA